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Date: 2010-12-03

EU: Zensilia mutiert zum Daten/hamster

Sieh da, die ehedem so tugendhafte Zensilia wandelt plötzlich auf altbekannten, sünd'gen Pfaden. Nun ist also auch sie der Datengier und -völlerei anheimgefallen. So ist die Welt: Wer sich mit dem Gesindel der Datenhamster einläßt, der oder die bald selbst zu einem solchen wird.
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Als Ministerin Schwedens hatte Cecilia Malmström noch einer Regierung angehört, die sich geweigert hatte, die Vorratsdatenspeicherung einzuführen. Als EU-Kommissarin für Inneres ist sie am Freitag für deren Beibehaltung eingetreten.

[...]

In der Konferenz führte die Kommissarin an, zwar eine Abänderung der Richtlinie bezüglich Ausmaß der erhobenen Datensätze, Speicherzeit, relevantem Strafrahmen usw. anzustreben, trat aber nicht für eine Abschaffung ein, im Gegenteil. Die Richtlinie leiste einen "substantiellen Beitrag" zur Strafverfolgung, das würde die große Nachfrage seitens der Strafverfolger zeigen. Was den Missbrauch der "Vorratsdaten" angehe, so sei ihr kein Fall bekannt geworden, sagte die Kommissarin.

Ganz offensichtlich hatte sie bei ihrer eigenen Veranstaltung nicht aufgepasst. Einer der ersten Redner auf der Agenda, Professor Andrzej Adamski von der Kopernikus-Universität in Torun hatte da den jüngsten polnischen Datenskandal geschildert: Von zehn polnischen Journalisten, die der Regierung durch investigative Artikel lästig geworden waren, wurden umfassende Kommunikations- und Bewegungsprofile angelegt. Mithilfe der "Vorratsdaten" bespitzelte man die Journalisten, bis in ihre Vergangenheit: Wer wann wo war und mit wem telefoniert wurde.


Wer über solch massive Datensätze verfügt - darunter muss man sich eine um ein Dutzend weiterer Parameter "angereicherte" Einzelkostenabrechnung vorstellen - erfährt daraus so ziemlich alles über soziales Umfeld, Gewohnheiten, Vorlieben usw. des Benutzers, was er wissen will.

In Polen haben die Behörden direkten Zugriff auf die Datenbanken der Internet-Provider, führte Adamski weiter aus, pro Jahr seien über eine Million Abrufe zu verzeichnen. Da bei jedem Abruf mit dem Kommunikationsprofil eines Anschlussinhabers zwangsweise auch die Daten der regelmäßigen Gesprächspartner mit erhoben werden, kommt man auf zig Millionen Anschlüsse, die pro Jahr gerastert werden.

Volltext
http://fm4.orf.at/stories/1669759/



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edited by Harkank
published on: 2010-12-03
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