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Date: 2001-10-19

Nortel und die gedrosselten Mopeds


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q/depesche 01.10.19/1

Nortel und die gedrosselten Mopeds:
Neue Spitzel-Technologie an China verkauft

Nortel Manager: "Hier wurden zum ersten Mal mehrere Schlüsselnetze
vollständig zu einem einzigen intelligenten optischen Netz integriert,
das automatisch personalisierte optische Netzwerkdienste bietet".

Rights&Democracy: "Das bedeutet, dass das Netzwerk individuelle
Abonnenten identifizieren kann. Wenn diese sich einloggen, werden
Namen und IP Adresse miteinander verknüpft und nach und nach kann
erfahren werden, wofür sich der User interessiert".

***

Dazu ein griffiges Sprachbild aus .AT,
betreffend anderes Überwachungsequipment im
Handy-Bereich:

"Ein Fachmann: 'Die Einrichtungen werden ja nicht in Österreich
entwickelt, sondern von den Lieferanten weltweit angeboten.
Sie werden lediglich softwaremäßig so eingestellt, dass sie
im jeweiligen Land zulässig sind.'
Nachsatz: Wie das mit den gedrosselten Mopeds meistens endet,
müsste die Polizei selber wissen..."

(Dank an Hugo Engelbrecht,
Telekommunikationsreport, Ausgabe Oktober 2001)

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Volltext von de.internet.com



Menschenrechtsorganisation:
Nortel verkauft Abhörtechnologie an China

Der kanadische Telekommunikationskonzern Nortel Networks verkauft
Technologie an China, die es der Staatspolizei ermöglicht,
politische Dissidenten über Internet und Handys aufzuspüren.
Dies geht aus einem gestern veröffentlichten Bericht der
Menschenrechtsorganisation Rights & Democracy (ICCRDD) hervor.
Dabei geht es vor allem um die Technologie OPTera des Unternehmens,
die in einem 10 Millionen Dollar-Projekt für den Aufbau eines
Breitbandnetzwerkes zum Einsatz kommen soll. Startschuss für das
Projekt ist nächste Woche auf dem APEC-Treffen in Shanghai sein.

Nortel Networks gelieferte Technologie umfasst vollständiges
photonisches Switching mit optischer End-to-End-Intelligenz.
In dem Paket ist unter anderem ein photonischer Switch OPTera
Connect PX und die Software OPTera Smart. Die Technik basiert
auf dem neuen Industriestandard ASTN (Automatic Switch Transport
Network) und dem Protokoll GMPLS (Generalized Multi-Protocol
Label Switching). "Hier wurden zum ersten Mal mehrere Schlüsselnetze
vollständig zu einem einzigen intelligenten optischen Netz integriert,
das automatisch personalisierte optische Netzwerkdienste bietet",
sagt Greg Mumford, President, Optical Internet, Nortel Networks.
"Das bedeutet, dass das Netzwerk individuelle Abonnenten
identifizieren kann. Wenn diese sich einloggen, werden Namen und
IP Adresse miteinander verknüpft und nach und man kann erfahren
werden, wofür sich der User interessiert", heißt es in dem
40-seitigen Bericht.

Das sei ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte, beschuldigt
die Organisation den Konzern, da die Kommunikation von chinesischen
Bürgern damit noch stärker eingeschränkt werde. "Die Regierung ist
in der Lage zu verfolgen, ob Nutzer verbotene Internetseiten
ansteuern", sagte Warren Allmand, President of Rights & Democracy.

Fokus verschiebt sich auf Zensur und Überwachung

Bisher nutzen chinesische Behörden die "große Firewall Chinas",
um unerwünschten Internettraffic an internationalen Gateways
aufzuhalten, so Allan weiter. Doch chinesische Bürger, besonders
Studenten und Dissidenten, hatten bisher die Möglichkeit, diese
Kontrolle zu umgehen. "Jetzt sehen wir, dass sich der Fokus auf
Zensur und Überwachung von Privathaushalten und Büros verschiebt",
sagte Greg Walton, Autor des Berichts.

Nortel ist nach Angaben der Organisation in mehreren fragwürdigen
Projekten in China involviert. So arbeitet das Unternehmen
gemeinsam mit der Tsinghua University an der Entwicklung von
Spracherkennungstechnologie, die für die Überwachung von
Telefongesprächen einsetzt werden soll. Ein weiteres Produkt von
Nortel: der JungleMUX Multiplexer, der Daten von
Videoüberwachungskameras einsammelt und an das Chinesische Ministerium
für Öffentliche Sicherheit weiterleitet. (susa)

Quelle:
http://www.de.internet.com/artikel/index.jsp?2009388

Rights&Democracy:
http://www.ichrdd.ca/

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relayed by: bademeister@quintessenz.at
Thanx to: Susanne Schädlich <sschaedlich@de.internet.com>
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terror und ueberwachung sind geschwister
http://www.bigbrotherawards.at
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edited by Harkank
published on: 2001-10-19
comments to office@quintessenz.at
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